Dienstleistungsmarketing
„Kundenorientierung“ und „Kundenbindung“ als
strategische Ausrichtung, ist für deutsche Unternehmen Heute,
angesichts des harten Wettbewerbs, überlebenswichtig. Zur
Gewährleistung und Erhöhung der Kundenzufriedenheit wird ein
professionelles Dienstleistungsmarketing, sowohl für traditionelle
Dienstleister als auch für produzierende Unternehmen mit
Serviceleistungen, unverzichtbar. Der Dienstleistungssektor hat ein
hohes Wachstumspotenzial, dies belegen eindeutige Zahlen. 1993 lag
die Bruttowertschöpfung in Deutschland bei 59 Prozent im Tertiären
Sektor und zehn Jahre später bereits bei 70 Prozent. Zudem hat die
Industrie erkannt, dass Produktdifferenzierung zunehmend
schwieriger wird. Das Servicezeitalter ist angebrochen. Im
Dienstleistungsmarketing spielen Personalpolitik, Prozesspolitik,
sowie Ausstattungspolitik die entscheidende Rolle.
Dienstleistungsmarketing: Wann wird eine Dienstleistung konsumiert
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Dienstleistungen werden in dem Moment
konsumiert, in dem sie auch erbracht werden. Die Mitarbeiter, die
die Leistung erbringen sind somit der wichtigste Indikator für
Qualität. Um ein Image beim Kunden zu erzeugen, bedarf es nur einer
Erfahrung mit einem Mitarbeiter. Dienstleistungskunden orientieren
sich in Ihrer Meinungsbildung allerdings leider nicht an ihren
besten, sondern an ihren schlechtesten Erfahrungen. Die Aufgaben
der Mitarbeiter verlangen ein hohes Maß an Eigeninitiative und
Kreativität, das wiederum nur aus Motivation heraus entstehen kann.
Personalpolitische Investitionen, in Form von Schulungen und
Weiterbildungen, sollten ein zentrales Instrument des
Dienstleistungsmarketing sein. Zur Prozesspolitik gehört eindeutig
die Gestaltung der Ablaufprozesse einer Dienstleistung, das äußere
Erscheinungsbild des Anbieters, das Ambiente, die Begrüßung, der
Wohlfühlfaktor während der Service in Anspruch genommen wird.
Wichtig für den Konsumenten sind auch die Solidität, die
Zuverlässigkeit und letztendlich auch die Kompetenz des Anbieters.
Die Bedeutung dieser dienstleistungsspezifischen Prozesse variieren
je nach Preisbereitschaft des Kunden, denn wer viel ausgibt, der
erwartet auch einen erstklassigen Service.
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Dienstleistungsmarketing: „Marketing für unsichtbare Produkte“
Dienstleistungsmarketing wird oft als „Marketing für unsichtbare
Produkte“ bezeichnet. Es stehen Kriterien im Mittelpunkt, die die
Qualität der Dienstleistung bezeugen sollen. Dem Design und der
Ausstattung von Gebäuden, oder dem Erscheinungsbild von
Mitarbeitern, zum Beispiel ein einheitliche Uniform, kommt eine
besondere Bedeutung zu. Die hohe Wiedererkennbarkeit übernimmt eine
Schlüsselrolle. Der Kunde weiß, dass er die gewünschte
Dienstleistung überall in der gleichen Ausführung erhält, ein
klassisches Beispiel ist McDonald's. Das Zufriedenstellen der
Wünsch, Erwartungen und Bedürfnisse des Kunden sind oberstes Ziel.
Dienstleistungsmarketing darf sich nicht in einzelnen Maßnahmen an
der Oberfläche erschöpfen, sondern muss das ganze Unternehmen
einbeziehen. Die Qualität der Dienstleistung hat nicht nur einen
sachlichen Wert, sie hat auch emotionale Bedeutung und ist mit
Werten wie Beratung, Kompetenz, Auftreten, Hilfsbereitschaft und
Freundlichkeit verbunden. Statt Kunden für Produkte und
Dienstleistungen zu finden, gilt es Produkte und Dienstleistungen
für den Kunden, wie
Mutter und Kind, zu finden. So sichern sich Unternehmen in
Zukunft ihren Marktanteil.